Beim Banjo greift eine Hand die Akkorde, die andere zupft mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger die Rolls. Beide Hände haben also viel zu tun. Linkshänder können deshalb gut rechtsherum spielen – oder ein Banjo nehmen, das spiegelverkehrt gebaut ist. Eine Besonderheit macht das Banjo aber anders als Ukulele und Gitarre: die kurze 5. Saite.
Warum Umbesaiten beim Banjo nicht reicht
Die 5. Saite beginnt nicht am Kopf, sondern an einem eigenen Wirbel seitlich am Hals, beim 5. Bund. Dieser Wirbel sitzt fest an der Halsseite, die beim Spielen oben liegt. Dreht man ein normales Banjo um, liegt er unten – und die kurze Saite gleich mit. Anders als bei Ukulele oder Gitarre lässt sich das nicht einfach durch neues Aufziehen der Saiten ändern.
- Linkshänder-Banjo: Hals, Sattel und der Wirbel der 5. Saite sind spiegelverkehrt gebaut. Das ist die beste Lösung, wenn du andersherum spielen möchtest.
- Neuer Hals: Bei vielen Banjos lässt sich der Hals vom runden Korpus abschrauben. Eine Fachwerkstatt kann dann einen Linkshänder-Hals anbauen.
- Steg: Der Banjo-Steg ist lose und wird nur von den Saiten gehalten. Für Linkshänder wird er passend zur neuen Saitenreihenfolge eingesetzt und neu ausgerichtet, damit die Töne stimmen.
Verkehrt herum spielen?
Ein normales Banjo einfach umgedreht zu spielen, ist kaum üblich: Die kurze 5. Saite liegt dann unten, wo der Daumen sie für die Rolls nicht gut erreicht. Wenn es nicht gleich ein Linkshänder-Banjo sein soll, ist rechtsherum lernen meist der einfachere Weg – viele Linkshänder spielen so ganz selbstverständlich.
Die Linkshänder-Ansicht in der App
Spielst du ein Linkshänder-Banjo, schalte die Einstellung Linkshänder ein – unter „Meine Sterne“ oder direkt unter dem Griffbild auf jeder Akkord-Seite. Dann sind alle Griffbilder und der Hals beim Blues gespiegelt, so wie du dein Banjo siehst. Die kurze 5. Saite steht dann auch im Bild auf der anderen Seite; Saitennamen und Zahlen bleiben lesbar. Spielst du rechtsherum, lass die Einstellung aus.
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