Das Tenorbanjo hat vier gleich lange Saiten, keine kurze 5. Saite, und wird mit einem Plektrum gespielt. In irischen Sessions spielt es meist die Melodie – Jigs, Reels und Polkas – zusammen mit Geige, Flöte und Akkordeon. Es gibt zwei übliche Stimmungen, und die Wahl hängt davon ab, welche Musik du spielen willst.
GDAE: die irische Stimmung
In G D A E ist das Tenorbanjo gestimmt wie Geige und Mandoline, nur eine Oktave tiefer. Der große Vorteil: Melodien liegen auf dem Griffbrett genauso wie auf Geige und Mandoline. Wer eins davon kann, findet sich schnell zurecht. Die allermeisten Banjospieler in der irischen Musik nutzen diese Stimmung.
CGDA: die klassische Tenor-Stimmung
In C G D A klingt das Tenorbanjo heller und knackiger. So wurde es ursprünglich gestimmt, vor allem für Jazz und Dixieland, wo es Akkorde im Rhythmus schlägt. Die Töne entsprechen genau der Bratsche. Die Griffformen sind dieselben wie bei GDAE, weil beide Stimmungen in Quinten gehen – sie heißen aber anders: Was in GDAE ein G ist, ist in CGDA ein C.
Welche Saiten?
- Für GDAE brauchst du einen Saitensatz, der ausdrücklich für diese Stimmung gedacht ist (oft „Irish“ genannt). Die Saiten, vor allem das tiefe G, sind deutlich dicker. Ein CGDA-Satz einfach tiefer gestimmt wäre viel zu schlaff und würde schnarren.
- Wer von CGDA auf GDAE umstellt, braucht manchmal breitere Kerben im Sattel für die dickeren Saiten. Das macht am besten eine Werkstatt.
- Tenorbanjos gibt es mit kürzerem Hals (17 Bünde) und längerem Hals (19 Bünde). Für irische Melodien greifen viele zum kürzeren, weil die Abstände zwischen den Bünden kleiner sind.
Und in dieser App?
Ehrlich gesagt: Ein Tenorbanjo gibt es in der App nicht. Die Banjo-Seite ist für das fünfsaitige Banjo. Spielst du in GDAE, nimm die Mandoline: Griffbilder, Akkordnamen und Melodien passen genau, sie klingen auf dem Banjo nur eine Oktave tiefer. Das Stimmgerät der Mandoline erwartet die Töne allerdings eine Oktave höher – zum Stimmen brauchst du deshalb ein Stimmgerät, das jeden Ton anzeigt.