E-Gitarre für Einsteiger: Powerchords und Saiten ziehen

Eine E-Gitarre ist fast ganz aus festem Holz und klingt ohne Strom nur leise. Unter den Saiten sitzen Tonabnehmer: kleine Magnete mit Draht, die das Schwingen der Stahlsaiten in ein elektrisches Signal verwandeln. Ein Verstärker macht daraus den lauten Klang. Stimmung und Griffe sind dieselben wie bei der Akustikgitarre.

Viele Verstärker haben eine Verzerrung (Overdrive, Distortion). Sie macht den Ton rau, kräftig und lang klingend – der typische Rock-Klang. Mit Verzerrung klingen volle Akkorde schnell matschig. Deshalb spielt man gern Powerchords.

Powerchords

Ein Powerchord hat nur Grundton und Quinte – keine Terz, darum ist er weder Dur noch Moll. Man schreibt ihn mit einer 5, zum Beispiel E5: die tiefe E-Saite leer und die A-Saite im 2. Bund. Für mehr Druck nimmst du die D-Saite im 2. Bund dazu, das ist der Grundton eine Oktave höher.

Das Schöne: Die Form lässt sich verschieben. Zeigefinger auf der tiefen E-Saite, Ringfinger zwei Bünde höher auf der A-Saite. Im 3. Bund ist das G5, im 5. Bund A5, im 7. Bund B5. Schlag nur diese Saiten an und dämpf die anderen leicht mit der Hand ab. In Drop D geht ein Powerchord sogar mit einem einzigen Finger.

Saiten ziehen (Bending)

Beim Ziehen schiebst du eine gegriffene Saite quer über das Griffbrett. Dadurch wird sie straffer und der Ton steigt – wie eine singende Stimme. Am besten geht es auf der G- oder B-Saite: Ringfinger im Bund, Mittel- und Zeigefinger helfen dahinter mit. Zieh so weit, bis der Ton einen Ganzton höher klingt, also so hoch wie zwei Bünde weiter. Die dünnen Stahlsaiten der E-Gitarre machen das leicht.

In der App einstellen

Im Stimmgerät unten auf „Meine Gitarre …“ tippen. Dort wählst du den Klang: „Konzertgitarre (Nylon)“, „Westerngitarre (Stahl)“ oder „E-Gitarre“. Mit E-Gitarre klingen Lieder, Akkorde und der Blues verzerrt – dort kannst du auch das Ziehen ausprobieren.

Blues spielen

Griffe dazu

Passt dazu