Viele Eltern denken: „Ich kann ja selbst nicht spielen, da kann ich nicht helfen.“ Das stimmt nicht. Die wichtigsten Hilfen beim Üben haben mit dem Spielen selbst wenig zu tun. Hier sind Dinge, die du ohne jede Vorkenntnis kannst.
Das Instrument stimmen
Ein verstimmtes Instrument klingt schief, egal wie gut das Kind greift – und das frustriert. Stimmen ist mit einem Stimmgerät auch für Nicht-Musiker leicht: Saite zupfen, Nadel ansehen, Wirbel drehen. Zwei Minuten vor dem Üben sind die wertvollste Hilfe überhaupt. Das Stimmgerät der App zeigt, welche Saite es hört, und gibt Hinweise, wenn man am Wirbel einer anderen Saite dreht.
Zum StimmgerätGriffbilder vergleichen
Ein Griffbild zu lesen, lernst du in fünf Minuten – siehe Griffbild lesen. Dann kannst du mit deinem Kind vergleichen: Liegt jeder Finger auf der richtigen Saite und im richtigen Bund? Frag lieber, als zu korrigieren: „Schau mal, wo im Bild der Ringfinger ist – und wo ist deiner?“
Dein Kind wird zur Lehrkraft
Lass dir einen Akkord oder ein kleines Lied beibringen. Wer etwas erklärt, versteht es selbst besser – und Kinder genießen es sehr, einmal die Expertin oder der Experte zu sein. Dass dir die Finger dabei wehtun und es schief klingt, ist sogar gut: Dein Kind sieht, dass Anfangen für alle schwer ist.
Gute Fragen statt Bewertungen
- „Was war heute am schwersten?“
- „Welche Saite klingt noch nicht mit?“
- „Spielst du mir das Lied vor, das du gerade übst?“
- „Was möchtest du als Nächstes lernen?“
Ob ein Akkord sauber klingt, muss niemand allein entscheiden: Bei jedem Griff in der App gibt es den Knopf „Prüf mich!“. Das Mikrofon hört zu und sagt, welche Saite noch nicht passt. Die Auswertung bleibt auf dem Gerät.
Mitmachen ohne Instrument
- Mitsingen: Mit Gesang wird aus dem Üben ein Lied. Deine Stimme muss dafür nicht schön sein.
- Takt klatschen: Klatsch den Grundschlag mit oder schalte das Metronom ein.
- Zuhören: Ein kleines Vorspiel nach dem Abendessen ist für viele Kinder die schönste Belohnung.