Ein Kapodaster (kurz Kapo) ist eine Klammer, die alle Saiten in einem Bund gleichzeitig herunterdrückt. Er wirkt wie ein neuer Sattel: Alles klingt höher, aber deine Griffe bleiben gleich. Greifst du mit Kapo im 2. Bund ein C, klingt ein D.
Wofür ist das gut?
- Für deine Stimme: Ist ein Lied zum Singen zu tief, setzt du den Kapo einen oder zwei Bünde höher – und behältst die leichten Griffe.
- Mit anderen zusammen: Spielt die Gitarre mit Kapo, kannst du ihn an derselben Stelle setzen und dieselben Griffnamen greifen.
- Schwere Tonarten umgehen: Ein Lied in D mit vielen schweren Griffen? Mit Kapo im 2. Bund greifst du es in C.
Welcher Bund ergibt was?
Jeder Bund macht alles einen Halbton höher. So klingt der C-Griff:
- Kapo im 1. Bund: C klingt als C# (Db)
- Kapo im 2. Bund: C klingt als D, G als A, Am als Bm, F als G
- Kapo im 3. Bund: C klingt als Eb
- Kapo im 4. Bund: C klingt als E
- Kapo im 5. Bund: C klingt als F
So sitzt der Kapo richtig
- Setz ihn dicht vor das Bundstäbchen, also auf der Seite zum Kopf hin – nicht mitten in den Bund und nicht oben auf das Stäbchen.
- Er soll gerade quer über den Hals liegen und alle vier Saiten gleichmäßig drücken.
- Nicht zu fest: Zieht er die Saiten zur Seite oder drückt er sehr stark, klingen sie etwas zu hoch. So fest wie nötig, damit nichts schnarrt.
- Danach kurz mit dem Stimmgerät prüfen. Am einfachsten stimmst du die Ukulele ohne Kapo und setzt ihn dann vorsichtig auf.
Welcher Kapo passt?
Nimm einen kleinen, leichten Kapo für Ukulele. Gitarren-Kapos sind oft zu breit und zu schwer für den schmalen Hals und drücken zu stark. Es gibt Klemm-Kapos mit Feder, solche mit kleiner Stellschraube und einfache mit Gummiband. Für Kinderhände ist ein Federkapo am bequemsten – der lässt sich mit einer Hand umsetzen.
Kapo in der App
Bei jedem Lied kannst du die Tonart verschieben. Willst du mit einem Kapo-Lied zusammenspielen, ohne selbst einen Kapo zu setzen, schiebst du das Lied einfach so viele Halbtöne höher, wie der Kapo Bünde hat – dann zeigt die App dir die Griffe für die klingenden Akkorde. Mehr übers Verschieben steht in Transponieren.
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