Die Mandoline hat acht Saiten, aber nur vier verschiedene Töne: Je zwei Saiten liegen dicht nebeneinander und sind genau gleich gestimmt. So ein Saitenpaar heißt Chor. Du greifst und schlägst immer beide Saiten eines Paares zusammen an – deshalb klingt die Mandoline so hell und glitzernd.
Die Zieltöne
- 4. Saitenpaar (oben, das tiefste): G (G3)
- 3. Saitenpaar: D (D4)
- 2. Saitenpaar: A (A4)
- 1. Saitenpaar (unten, das höchste): E (E5)
Von Saitenpaar zu Saitenpaar ist es immer genau eine Quinte – fünf Tonstufen, zum Beispiel G–A–B–C–D –, genau wie bei der Geige. Die G- und die D-Saiten sind dicker und mit Draht umsponnen, die A- und E-Saiten sind glatt und dünn.
Mit dem Stimmgerät
- Öffne das Stimmgerät und erlaube das Mikrofon.
- Leg einen Finger der Greifhand ganz leicht auf eine Saite des Paares, damit sie nicht klingt. Zupf die andere Saite an.
- Ist der Ton zu tief, drehst du den Wirbel so, dass die Saite straffer wird. Ist er zu hoch, lockerst du sie ein wenig. Dreh in kleinen Schritten.
- Jetzt dämpfst du die gestimmte Saite und stimmst die zweite Saite des Paares genauso. Dann kommt das nächste Paar dran.
Klingen beide Saiten gleich?
Schlag zum Schluss jedes Paar zusammen an und hör genau hin. Sind beide Saiten gleich, klingt der Ton ruhig und klar. Ist eine Saite ein kleines bisschen daneben, hörst du ein Wabern – „wa-wa-wa“. Dreh die zweite Saite ganz langsam, bis das Wabern immer langsamer wird und verschwindet.
Nach Gehör: immer der 7. Bund
Weil alle Paare eine Quinte auseinanderliegen, gilt überall dieselbe Regel: Der 7. Bund eines Paares klingt wie das nächste Paar leer.
- G-Saiten im 7. Bund = D-Saiten leer
- D-Saiten im 7. Bund = A-Saiten leer
- A-Saiten im 7. Bund = E-Saiten leer