Ein Ton auf der Mandoline klingt hell, aber kurz – die dünnen Stahlsaiten verklingen schnell. Für lange Töne gibt es einen Trick: Du schlägst dasselbe Saitenpaar mit dem Plektrum ganz schnell abwärts und aufwärts an. Die vielen Anschläge verschmelzen zu einem langen, singenden Ton. Das heißt Tremolo und ist der typische Klang der Mandoline.
Das Plektrum halten
- Leg das Plektrum auf das vordere Glied des gekrümmten Zeigefingers und drück es mit dem Daumen fest. Nur die Spitze schaut ein paar Millimeter heraus.
- Halt es fest genug, dass es nicht wegrutscht, aber ohne zu verkrampfen.
- Die Bewegung kommt aus dem lockeren Handgelenk, nicht aus dem ganzen Arm – wie beim Abschütteln von Wassertropfen.
Schritt für Schritt
- Spiel auf den leeren A-Saiten gleichmäßig ab – auf – ab – auf, zwei Anschläge pro Schlag. Stell das Metronom dafür auf ein ruhiges Tempo.
- Klappt das sauber, spielst du vier Anschläge pro Schlag. Alle sollen gleich laut sein, abwärts wie aufwärts.
- Stell das Metronom jeden Tag ein kleines Stück schneller. Irgendwann zählst du die Anschläge nicht mehr – dann ist es ein echtes Tremolo.
- Zum Schluss wechselst du mitten im Tremolo die Töne, ohne aufzuhören – so wird aus einzelnen Tönen eine Melodie.
Tremolo passt vor allem zu langsamen Liedern mit langen Tönen. Bei schnellen Melodien schlägst du jeden Ton nur einmal an, meist im Wechsel ab und auf. Wie du dabei im Takt bleibst, steht in Mit dem Metronom üben.