Woche 18 von 27
Ziel: Du hörst den Unterschied zwischen Dur und Moll und weißt, welcher Ton ihn macht.
Wiederholung
Letzte Woche: Zupfen. Zupf einmal Stille Nacht – und dann E und Em gezupft.
Schritt für Schritt
- Spiel E und dann Em. Dur klingt hell und fröhlich, Moll weicher, oft ein bisschen traurig.
- Der Unterschied ist nur ein Ton: die Terz. Bei E greift der Zeigefinger die G-Saite im 1. Bund (G#), bei Em klingt die G-Saite leer (G) – einen Halbton tiefer.
- Ratespiel: Jemand spielt E oder Em, A oder Am – du hörst nur zu und sagst „Dur“ oder „Moll“. Mehr in Dur und Moll.
- Der Akkord-Detektiv hört zu und sagt dir, welchen Akkord du spielst – auch ob Dur oder Moll.
Jetzt wird Musik gemacht: dein Stück
Amazing Grace in G: G, C und D7 in Dur – und an einer Stelle Em. Hörst du, wie der Moll-Akkord die Stimmung kurz verändert?
Hausaufgabe bis zum nächsten Mal
Fünf Tage, je etwa zehn Minuten:
- Jeden Tag zuerst stimmen.
- Tag 1–2: E – Em und A – Am im Wechsel, genau hinhören.
- Tag 3: dem Akkord-Detektiv fünf Akkorde vorspielen.
- Tag 4–5: Amazing Grace in G.
- Spaß: Spiel jemandem Dur und Moll vor – errät er es?
Geschafft, wenn …
- du Dur und Moll beim Hören meistens erkennst
- du zeigen kannst, welcher Finger E zu Em macht
Wenn es hakt
- Du hörst keinen Unterschied? Zupf nur die G-Saite: einmal leer, einmal im 1. Bund. Dann den ganzen Akkord.
- Der Detektiv erkennt nichts? Ein Akkord klar und kräftig anschlagen und klingen lassen, nah am Mikrofon.
Für Lehrkräfte: Ablauf in der Stunde
- ≈ 10 Min. Einstieg: Die Lehrkraft spielt Dur- und Moll-Akkorde, die Gruppe zeigt Daumen hoch (Dur) oder Daumen zur Seite (Moll).
- ≈ 15 Min. Übung: Paare spielen sich gegenseitig E/Em und A/Am vor und raten.
- ≈ 20 Min. Gemeinsam: Amazing Grace – die Gruppe hebt beim Em kurz die Hand.
Differenzierung: Wer schon sicher ist, spielt das Stück mit Runter-rauf oder hilft einem Partner; wer noch Zeit braucht, schlägt nur auf der Eins jedes Taktes an.
An die Tafel: openstring.de/gitarre/lektion/18/